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Verwaltung07. Januar 2026

Das passiert im Jahr 2026 in Wendessen

Liebe Wendesserinnen und Wendesser,

liebe Besucherinnen und Besucher,

„das große Problem mit Vorhersagen besteht darin, dass sie die Zukunft betreffen“, hat einmal ein kluger Mensch geschrieben. Und weil das natürlich völlig richtig ist, ist es mehr als gewagt vorherzusagen, was im Jahr 2026 bei uns in Wendessen passieren wird – und was eher nicht.

Fangen wir doch einfach mal mit unserem Neubaugebiet an der Leipziger Allee an. Eigentlich sollten da bereits im letzten Jahr die Bagger rollen und die Erschließungsarbeiten auf Hochtouren laufen. Und ein Name für die neue Straße wurde auch schon gefunden: Zuckerring soll sie heißen, das Ergebnis eines Ideenwettbewerbes, zu dem der Ortsrat aufgerufen hatte.

Doch die notwendigen rechtlichen und formalen Schritte zur Bebauung, die mit dem Erwerb des Geländes der ehemaligen Zuckerfabrik durch den Investor so zügig begannen, sind ins Stocken geraten. Die in vielen arbeitsreichen Monaten zwischen dem Eigentümer und der Stadtverwaltung erstellten prima Pläne liegen vor und warten auf Verabschiedung. Doch es hakt – und woran das ganz genau liegt, darüber schweigen sich die beteiligten Parteien weitestgehend aus. „Anpassungen im städtebaulichen Vertrag“ müssten noch vorgenommen werden, und „in den Bereichen Artenschutz und Altlasten“ stünden noch Abstimmungen aus, hieß es in der letzten Ortsratssitzuing 2025.

Für uns in Wendessen bedeutet das: wir hoffen sehr, dass sich die Verhandlungspartner verständigen und auch die noch offenen Punkte geklärt werden können – auf das es nunmehr m Jahr 2026 los geht.

Sehr viel besser sieht es bei unserem anderen großen Bauprojekt aus – noch in Januar 2026 soll der Spatenstich für das Feuerwehrhaus an der Ecke Leipziger Allee / Ahlumer Weg erfolgen! Darüber freuen sich alle Beteiligten, besonders die Kameradinnen und Kameraden unserer Feuerwehr sehr. Wenn alles läuft wie geplant, steht dann in 2027 endlich der Auszug aus der Alten Schule und der Einzug in die neuen Räumlichkeiten an.

Der Feuerwehrneubau hat übrigens auch zur Folge, dass die Schulbushaltestelle verlegt werden muss – das ist unschön, aber unabdingbar. „Umgezogen“ ist bereits die Infotafel, die ebenfalls der künftigen Feuerwehrausfahrt im Wege stand – sie steht nun gegenüber dem Friedhof an der Straße Am Gute.

In 2024 haben wir uns sehr über den neuen Radweg entlang der B 79 nach Wolfenbüttel gefreut, 2025 folgte dann erfreulicherweise der Radweg zum Ahlumer Kreisel – beides total gute Nachrichten für die Zweiradfreunde (und auch für Jogger und Spaziergänger) und für die Verkehrssicherheit. Und für 2026 hat uns der Landkreis Wolfenbüttel fest versprochen, einen Radweg nach Klein-Denkte in Angriff zu nehmen. Kein anderes Dorf im Landkreis, so wusste es die Wolfenbütteler Zeitung zu berichten, ist dann so perfekt mit Wegen erschlossen und verbunden wie Wendessen.

Es sind aber auch die vielen kleineren Dinge, die unser Leben in den letzten Jahren bereicherten und auf die wir uns auch im Jahr 2026 freuen dürfen: Zum Beispiel die vielen Feste, Feiern und Veranstaltungen, die unsere Vereine und die sie tragenden Ehrenamtlichen auf die Beine stellten. Was wäre Wendessen ohne die Konzerte des Kirchbauvereins, ohne die Gottesdienste der Kirchengemeinde, die Feiern des Spritzenhausvereins, des Schützenvereins, der IDW der der Kleingärtner? Wer denkt nicht gerne an Eigeninitiativen, denen wir so tolle Dinge wie die nagelneue Boulebahn in der Dorfmitte, den so erfolgreichen Flohmarkt oder die Etablierung eines WhatsApp-Informationskanals verdanken? Was würden wir machen ohne das Engagement und den Einsatz der Feuerwehrleute, egal welchen Alters? Wieviel ärmer wäre das Leben unserer älteren Mitbürgerinnen, wenn es nicht Frauenhilfe oder Seniorenkreis gäbe? Und was wären wir ohne unseren SV Wendessen, bei dem sich so viele Aktive in den unterschiedlichen Abteilungen sportlich betätigen und sich andere an den Wochenenden für die Spitzenleistungen der Fußballerlinnen und ihrer männlichen Kollegen begeistern?

Ihnen allen gebührt unser uneingeschränkter Dank für ihren großartigen ehrenamtlichen Einsatz, denn sie sorgen dafür, dass Wendessen auch 2026 ein so vielfältiger lebens- und liebenswerter Ort bleibt.

Übrigens, bei der Gelegenheit: Alle Vereinsvertreter freuen sich darüber, wenn noch mehr bei ihnen mitmachen – deshalb: wer sich angesprochen fühlt, findet auch auf dieser Internetseite des Dorfes alle Kontaktdaten. Ein Anruf genügt oft…

Was passiert noch in diesem Jahr? Im letzten Jahr haben wir auf der Wiese an der alten Mühle ein Storchennest aufgestellt. Der Standort nahe der Altenau sei für eine Ansiedlung prima geeignet, schrieben und berichteten uns die Fachleute. Jetzt hoffen wir sehr, dass Störche entweder lesen können oder gut zugehört haben…. und dass sich zumindest einer, besser noch zwei, für Wendessen als neuen Lebensmittelpunkt entscheiden.

Aber wie gesagt: Es ist so ein Ding mit den Vorhersagen…

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

im September stehen in ganz Niedersachsen Kommunalwahlen an und auch Wendessen wird einen neuen Ortsrat wählen. Ich weiß nicht, wie Sie das sehen – aber Kommunalwahlen sind in meinen Augen eine ganz einfache Möglichkeit, direkt und unmittelbar seine Bewertung des Geleisteten und seine Wünsche für die Zukunft auszudrücken. Wem traut man etwas zu, wem eher nicht?

Konkret an der Gestaltung seines Dorfes, seines eigenen Lebens direkt vor der Wohnungs- und Haustür mitzuwirken, ist allemal sehr viel besser, als miesepetrig und besserwisserisch in der Ecke zu stehen und über dieses und jenes zu meckern.

Meine herzliche Bitte lautet daher: Machen Sie mit, beteiligen Sie sich, bringen Sie sich ein – entweder als Kandidatin oder als Kandidat für den Ortsrat – oder eben „nur“ als Wählerin oder Wähler am 13. September.

Und sehen Sie es mir bitte nach, wenn ich einmal mehr die Hoffnung äußere, dass Wendessen auch weiterhin vom Mitmischen extremer Stimmungsmacher und demokratiefeindlicher Hetzer verschont bleibt.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und uns allen ein erfolg- und ereignisreiches, glückliches Jahr 2026.

Bleiben Sie gesund und zuversichtlich!

Alles Gute,

Andreas M. Rink

Ortsbürgermeister